Bild Leipzig, Dezember 2011


Die goldene Mitte - So schön ist Leipzig (Stadtteilserie)
Die kleine Schwester vom Gohliser Schlösschen? Dieses Haus in der Seeburgstraße (Graphisches Viertel) ist "nur" ein Haus. Gebaut wurde der sogenannte "Gartenpavillon" von Maurermeister Johann Gottfried Döring (1708 bis 1778).

Leipziger Volkszeitung, 11. November 2011


Richtfest an Wohnheim für Studenten
[...] Durch den Abriss einer alten Maschinenhalle wurde nebenan der Blick frei für das einzig erhalten gebliebene barocke Gartenhaus in Leipzig: Dieses Kleinod hatte Apotheker Johann Heinrich Lincke 1757 nach dem Vorbild des Gohliser Schlösschens errichtet. Der heutige Nutzer und Rechtsanwalt Hartmut Reitmann war ebenfalls zum Richtfest mit Eisbein und Sauerkraut gekommen. Er will die nun entstandene Freifläche nutzen, um vor dem Gartenhaus einen Barockgarten anzulegen. [...]

Leipziger Volkszeitung, 6.Oktober 2010


Das Studentenwerk Leipzig errichtet jetzt in der Ostvorstadt zwei Wohnheime, deren 100 Zimmer und Apartments über besonderen Charme verfügen werden. Denn sie entstehen in historischen Bauten. Zudem bekommt das einzige barocke Gartenhaus in der Stadt seinen großen Garten zurück.[...] Die Maschinenhalle wird abgerissen. Dort soll ein Garten für das barocke Gartenhaus im hinteren Teil des Grundstücks entstehen. Dieses Kleinod hatte Apotheker Johann Heinrich Lincke 1757 nach dem Vorbild des Gohliser Schlösschens errichtet. Es ist heute saniert und in Privatbesitz. Das Gartenhaus ist künftig wieder von der Seeburgstraße aus zu sehen, freut sich Kießling. "Abgesehen von Denkmalschutzzuschü̈ssen müssen wir das Vorhaben komplett allein finanzieren. Wir tun das gern, denn es hilft nicht nur den Studenten, sondern auch dem Stadtbild", sagt er.

Leipziger Volkszeitung, Ausgabe Leipzig vom 6. Oktober 2010

Leipziger Volkszeitung, 25. Februar 1990


Damit Leipzig nicht weiter verfällt, damit wertvolle Bausubstanz erhalten bleibt, haben die "academixer", die Leipziger Theater, das Rundfunk-Sinfonieorchester, die "Pfeffermühle", der Sender Leipzig und andere die "Stiftung Denkmalschutz"[Kulturstiftung Leipzig - Stiftung für Denkmalpflege, Stadtkultur und Umweltschutz (Anm. d. Redaktion)] ins Leben gerufen.[...]
In Zusammenenarbeit mit dem Büro für architekturbezogene Kunst und Denkmalpflege soll als erstes Gebäude der letzte barocke Gartenpavillon Leipzigs in der Seeburgstraße 45 wiederhergestellt und als Kulturzentrum dem Wohngebiet übergeben werden. Das 1757 errichtete Gartenhaus[...] gehört zu den Kostbarkeiten der Leipziger Baugeschichte, denn es ist das letzte erhaltene Bauwerk der einst so zahlreichen Leipziger Gärten des 18. Jahrhunderts, die die Stadt umsäumten. Bauherr war der Besitzer der Löwenapotheke Johann Heinrich Lincke. Den eingeschossigen, neunachsigen Bau mit Mansarddach und einem gerundeten zweigeschossigen Mittelrisalit hat der Leipziger Denkmalpfleger Jens Müller wiederentdeckt und dem Maurermeister Johann Gottfried Döring, Sohn des bekannten Barockbaumeisters Christian Döring, und dem Zimmerermeister Leopold Müller zugeschrieben. Sorgfältige bauarchäologische Untersuchungen erlauben in den kommenden Jahren eine authentische Restaurierung und Rekonstruktion dieses unverzichtbaren Leipziger Baudenkmals.[...]

Leipziger Volkszeitung vom 25. Februar 1990
Dank an Matthias Beck

MNN, 3. Juli 1985


In der Seeburgstraße:
Neugeburt eines historischen Gartenschlößchens
Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion "Gepflegte Denkmale und ihre Umgebung" trafen sich dieser Tage elf Mitglieder der Leipziger Interessengemeinschaft Denkmalpflege des Kulturbundes zu ihrem ersten freiwilligen Arbeitseinsatz am Gartenpavillon Seeburgstraße 45. Unterstützt wurden sie vom VEB Denkmalpflege Leipzig, der Arbeitsgeräte und einen LKW-Anhänger für den Bauschutt zur Verfügung stellte.
Das 1757 errichtete Gartenschlößchen ist der letzte in Leipzig erhaltene Gartenpavillon einer einst in Deutschland wohl einmaligen städtisch-bürgerlichen Gartenkultur des Barocks.
Der zweigeschossige Bau, gehörte zum Garten des Besitzers der Löwenapotheke Linke und grenzte an den berühmten Großbosischen Garten. Heute ist das Haus von Mietshäusern so eingezwängt und überbaut‚ daß schon etwas Phantasie dazugehört sich vorzustellen, daß wir es mit einem Gohliser Schlößchen in Miniformat zu tun haben.
Innen hat sich Leipzigs schönste Rokoko-Stuckdecke erhalten. Im Rahmen der Umgestaltungsmaßnahmen im Rekonstruktionsgebiet Seeburgstraße soll dieses wertvolle Baudenkmal wiedergewonnen werden und dann eine Kulturbundeinrichtung beherbergen. Zunächst sind aber restauratorische Untersuchungen nötig, um dann das Gebäude bis 1988 in allen bestimmenden Details schrittweise originalgetreu rekonstruieren zu können.

W. Hocquel, MNN vom 3. Juli 1985

Sächsisches Tageblatt, 2.Juli 1985


Mit schönster Rokoko-Stuckdecke
Historisches Gartenschlößchen wird schrittweise instand gesetzt
Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion "Gepflegte Denkmale und ihre Umgebung" trafen sich dieser Tage elf Mitglieder der Leipziger Interessengemeinschaft Denkmalpflege des Kulturbundes zu ihrem ersten freiwilligen Arbeitseinsatz am Gartenpavillon Seeburgstraße 45. Unterstützt wurden sie vom VEB Denkmalpflege Leipzig, der Arbeitsgeräte und einen Lkw-Anhänger für den Bauschutt zur Verfügung stellte.
Das 1757 errichtete Gartenschlößchen ist der letzte in Leipzig erhaltene Gartenpavillon einer einst in Deutschland wohl einmaligen städtisch-bürgerlichen Gartenkultur des Barocks.
Der zweigeschossige Bau gehörte zum Garten des Besitzers der Löwenapotheke, Linke, und grenzte an den berühmten Großbosischen Garten. Heute ist das Haus von Mietshäusern der Gründerzeit so eingezwängt und überbaut, daß schon etwas Phantasie dazugehört sich vorzustellen, daß wir es mit einem Gohliser Schlößchen in Miniformat zu tun haben. Innen hat sich Leipzigs schönste Rokoko-Stuckdecke erhalten. Im Rahmen der Umgestaltungsmaßnahmen im Rekonstruktionsgebiet Seeburgstraße soll dieses wertvolle Denkmal wiedergewonnen werden und dann eine Kulturbundeinrichtung beherbergen. Zunächst sind aber restauratorische Untersuchungen nötig, um dann bis 1988 das Gebäude in allen bestimmenden Details schrittweise originalgetreu rekonstruieren zu können.

Wolfgang Hocquel, Sächsisches Tageblatt vom 2. Juli 1985